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Taiji Grossmeister

Grossmeister Chen Bing, geboren 1971, stammt aus der 12. Generation des Chen-Taijiquan und praktiziert Taiji in der direkten Linie von Grossmeister Chen Xiaowang. Er wird in China als offizieller Erbe des nationalen immateriellen Kulturerbes des Chen-Stil-Taijiquan anerkannt.

Chen Bing

Chen Bing ist der älteste Nachkomme der 20. Generation der Familie Chen und wurde 1971 als Sohn von Chen Yinghe geboren. Dieser war der älteste von drei Brüdern, dessen jüngere Brüder der heutige Grossmeister Chen Xiaowang und Chen Xiaoxing sind. Chen Bing wuchs in Chenjiagou, Wenxian County, Henan Province in China auf.

Bereits im Alter von sechs Jahren begann Chen Bing mit dem Taijiquan-Training unter der Anleitung seiner beiden Onkel. Später studierte er Wushu an der Sportuniversität in Shanghai. Zwischen 1990 und 2002 gewann er insgesamt 14 Gold- und Silbermedaillen bei bedeutenden Taijiquan-Wettkämpfen.

Von 2001 bis 2004 war er Hauptlehrer an der Taijiquan-Schule in Chenjiagou, die von seinen Onkeln geleitet wurde. Im Jahr 2007 gründete er seine eigene Schule, die Chen Bing Taiji Academy. Er lebt dort mit seiner Frau, seinem Sohn und drei Töchtern. Seither sind in China sowie in zahlreichen weiteren Ländern offizielle Zweigschulen entstanden, die nach seinem Unterrichtssystem arbeiten.

Im Jahr 2022 wurde Taijiquan in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO aufgenommen. Meister Chen Bing spielte dabei eine wichtige Rolle und wirkte federführend im offiziellen chinesischen Bewerbungsfilm mit. 2025 dann, wurde er vom chinesischen Ministerium für Kultur und Tourismus gemeinsam mit Grossmeister Chen Xiaoxing und Meisterin Chen Peiju offiziell als Erbe dieser Tradition anerkannt.

Im Juli 2026 erhielt Chen Bing als Einziger der neuen Generation den von der Provinz Henan verliehenen offiziellen Titel eines Grossmeisters. Diese aussergewöhnliche Ehrung gehört zu den höchsten offiziellen Auszeichnungen im Chen – Taijiquan und unterstreicht seine herausragende Stellung in der heutigen Generation. Damit wird er nach Chen Xiaowang, Chen Zhenglei, Wang Xian und Zhu Tiancai zum fünften Grossmeister aus Chenjiagou.

Das Taiji von Chen Bing zeichnet sich nicht nur durch sein aussergewöhnliches Können aus. Er hat darüber hinaus eigene Unterrichtsmethoden entwickelt, die von Taiji-Praktizierenden auf der ganzen Welt geschätzt werden und für ihr Training von grossem Wert sind. Seine klare und durchdachte Didaktik, sein tiefes Verständnis für Taiji sowie seine ruhige, geduldige und einfühlsame Art machen ihn zu einem Lehrer, der die Tradition bewahrt und zugleich den Anforderungen der heutigen Zeit gerecht wird.

Das ganze Jahr über reist er in zahlreiche Länder, um Seminare zu leiten und sein Wissen an Taiji-Praktizierende auf der ganzen Welt weiterzugeben. Seine Seminare sind für viele Teilnehmende eine grosse Inspiration. Mit seiner differenzierten und präzisen Art zu unterrichten, ermutigt Chen Bing dazu, nach innen zu lauschen und die eigene Balance zu finden. Dabei vermittelt er die Essenz des Chen-Stils: Geist, Atem, Qi und Körper sollen entspannt, weich und im Gleichgewicht sein und diese Qualität innerhalb einer korrekten Struktur bewahren – sowohl in der Ruhe als auch in der Bewegung. Auf dieser Grundlage entsteht die Verbindung mit dem Dantian und ein harmonisches Zusammenspiel von Yin und Yang.

Seit vielen Jahren gehört auch Bern zu seinen regelmässigen Stationen, wo er jährlich ein Seminar gibt. Was wir besonders an Chen Bing schätzen, ist seine charismatische und zugleich ruhige Art sowie seine aussergewöhnliche Fähigkeit, Menschen in Stille und tiefe Entspannung zu führen. Für diese besondere Qualität seines Unterrichts sind wir ihm sehr dankbar.

www.chenbingtaiji.com

 

Grossmeister Chen Xiaowang

Chen Xiaowang ist das Familienoberhaupt der Chen Familie in der 19. Generation und direkter Nachfahre von Chen Wangting, des Begründers des Taijiquan, wurde am 20. Oktober 1946 in Chenjiagou geboren.

Mit acht Jahren begann er Taiji zu üben, zuerst mit seinem Vater Chen Zhaoxu, später mit seinen Onkeln Chen Zhaopei und Chen Zhaokui.

Während der Kulturrevolution war er gezwungen als Schreiner zu arbeiten und konnte nur nachts heimlich trainieren, da Taijiquan, zuerst von der kommunistischen Führungselite gefördert, zu jener Zeit als reaktionär verpönt und verboten war.

Zwischen 1980 und 1982 gewann Chen Xiaowang dreimal Gold an nationalen Wushu-Turnieren. 1985 errang er an einem internationalen Treffen in Xi’an eine weitere Goldmedaille. Er entwickelte ein eigenes, systematisches Trainingskonzept mit dem Chansigong sowie Kurzformen, die einen vereinfachten Zugang zu den traditionellen Langformen ermöglichen.

Unermüdlich verbreitet er seit den 1980er-Jahren das Chen-Taijiquan weltweit und wurde 2010 mit dem 9. Duan ausgezeichnet uns er gilt in China als herausragender Kalligraph.

MEISTER RABE LIESS SICH AUF EINEN AST IN DER VERSAMMLUNGSEICHE NIEDER UND RICHTETE DAS WORT AN EINE AUSSERORDENTLICHE VERSAMMLUNG DER BLAUFICHTENGEMEINSCHAFT:
“ ES IST ZEIT FÜR MICH WEITERZUZIEHEN.“
„WOHIN GEHT IHR?“, FRAGTE STACHELSCHWEIN.
„DORTHIN, WO DIE ZEHDERNWURZELN BLANK IM BACH STEHEN“,
SAGTE MEISTER RABE.
ES WURDE STILL IM KREIS,
NUR MOORHENNE KONNTE MAN LEISE SCHNIEFEN HÖREN.
SCHLIESSLICH SAGTE STACHELSCHWEIN:
„HABT IHR NOCH EIN LETZTES WORT FÜR UNS?“
„VERTRAUT“, SAGTE MEISTER RABE.

Robert Aitken